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Maibaumfest in Ilfeld
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Mit Vollgas Richtung Ziel!
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Unsere Blühwiesen – Lebensraum für Bienen & Co.
Seit 2020 verwandeln wir als grüne WBG Südharz Teile unserer Wohngebiete in farbenfrohe Blühwiesen – wahre Paradiese für Insekten, Vögel & Co.
In diesem ...
125 Jahre WBG Südharz
Ziemlich alt und doch so neu
Die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz ist ihren fast 7.000 Mitgliedern und Wohnungen eine der größten Baugenossenschaften in Thüringen. Heute vor 125 Jahren nahm die Erfolgsgeschichte in Nordhausen ihren Anfang.
Von Thomas Müller
Was haben rund 7.000 Menschen im Landkreis Nordhausen gemeinsam? Sie gehören ein und derselben Genossenschaft an. Sie wohnen in deren Häusern und bestimmen quasi mit, was in dieser besonderen Verbindung geschieht.
Ein idyllisches Bild zeichnen die Postkarten aus den Jahren um 1900 - die schönen Plätze in Nordhausen, die sauberen Straßenzüge.
Doch Postkartenmotive gaukeln gern eine heile Welt vor.
Nein, vor 125 Jahren war in Nordhausen nicht alles schön. Viele lebten in menschenunwürdigen Verhältnissen, manche besaßen gar keinen Wohnraum. Schmutzige Hinterhöfe, Ungeziefer, Kloaken gehörten zum Alltag.
Dieses Elend, die sozialen Missstände vor allem der Arbeiter, die in den frischen Fabriken am Stadtrand oft 12 Stunden am Tag schufteten, sah auch Louis Eisner. Der Kaufmann hatte von den neuen Genossenschaften gehört. Entstanden zuerst in England, dann durch Männer wie Raiffeisen und Schulze-Delitzsch um 1850 nach Deutschland gebracht.
Deren Prinzip: Selbstverwaltung, Selbstverantwortung, Selbsthilfe.
Auf diesen drei Säulen bauten Eisner und einige Mitstreiter im Jahr 1901 eine ganz neue Genossenschaft auf: den Nordhäuser Spar- und Bauverein. Gründung: 10. April 1901. Erste Generalversammlung: 1. Juni 1901. Eintrag ins Gerichtsregister: 5. Juli 1901. Es ging Schlag auf Schlag.
Im selben Jahr bereits entstand das erste genossenschaftliche Gebäude in der Halleschen Straße 69. Es existiert immer noch. Weitere folgten in kurzen Abständen. Über Portalen in der Thomas-Müntzer-Straße und der Hesseröder Straße steht bis heute der Schriftzug „Spar- und Bauverein“.
Dieses Modell fand bald Nachahmer in der Stadt. So gründete sich 1909 ein Beamten-Wohnungs-Verein mit etwas großzügigeren Quartieren. 1920 folgte die Siedlungs- und Baugenossenschaft, kurz Siebano, mit einer enormen Bautätigkeit. Ihre Mitglieder schufen Häuser in der Bochumer Straße und an der Bleiche, vor allem aber Eigenheime in Niedersalza und der Blumensiedlung.
Auch der Spar- und Bauverein errichtete hunderte Wohnungen. Zu den bekanntesten gehören die Häuser am Bingerhof. Louis Binger war schon lange Mitglied der Genossenschaft, als er sich für dieses Projekt ein- und es auch umsetzte. 1931 war das Werk vollendet.
Schwere Zeiten durchlebten alle Genossenschaften im ersten, vor allem aber im zweiten Weltkrieg. Dem Beamten-Wohnungs-Verein blieben nach dem Bombardement von 1945 fünf von 27 Häusern. Wohnraum war angesichts der Zerstörung knapper denn je. Die Genossenschaften mussten erneut handeln, so geschwächt sie auch waren. So fusionierten die drei Vorkriegs-Genossenschaften, bündelten ihre Kräfte.
Parallel dazu gründete man im IFA-Schlepperwerk 1954 die Arbeiterwohnungsgenossenschaft „8. Mai“, kurz AWG. Mit ihr entstanden beispielsweise Häuser in der Halleschen Straße 34-40 und in der Lindenstraße. Derweil die aus der Fusion hervorgegangene „Nordhäuser Baugenossenschaft“ in der Müntzerstraße und am Stresemannring aktiv wurde. Nur vier Jahre später entstand eine dritte Genossenschaft, die AWG „Aufbau“.
Wieder gab es drei Wohnungsbaugenossenschaften. Wieder fusionierten sie. 1974 besaß die neue Vereinigte Arbeiter-Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen 3600 Wohnungen. Womit das Ende noch lange nicht erreicht war. Gerade in den 70er- und 80er-Jahren entgegnete man der allgemeinen Knappheit an Wohnraum mit intensivem Neubau.
Aus dieser neuen Genossenschaft ging nach der Wende die heutige WBG hervor. Unter völlig neuen Vorzeichen: Plötzlich standen Wohnungen leer statt knapp zu sein. Schulden drückten, Kredite mussten her um zu überleben. Mieten stiegen. Und mit ihnen die Erwartungen der Mitglieder. Sie wollten Telefon, TV-Programme, Heizung, neue Fenster. Generell eine Modernisierung.
Um den Markt überhaupt in den Griff zu bekommen, stimmte auch die WBG zu, Wohnungen zu verkaufen, Häuser abzureißen. Und tat damit genau das Richtige. Die harten Maßnahmen regulierten den Markt, was nicht in allen Städten Ostdeutschlands gelang.
Abermals brach eine Zeit der Fusionen an: 1999 mit der Wohnungsgenossenschaft Ilfeld/Niedersachswerfen, 2005 mit der Kreiswohnungsbaugenossenschaft Bleicherode, zu der zu diesem Zeitpunkt bereits auch 104 Wohnungen in Heringen gehöhrten und zuletzt 2014 mit der WBG Rottleberode. Aus einer Nordhäuser Genossenschaft wurde die WBG Südharz mit heute fast 7.000 Wohnungen.
Mit ihren Vorständen hatten die Genossenschaftsmitglieder, die in Vertreterversammlungen regelmäßig selbst das Geschick ihrer Vereinigung bestimmen, auch nach der Einheit Glück. Sie investierten nicht nur in den Bestand, sondern begannen auch wieder zu bauen: die Seniorenresidenz in der Stolberger Straße (2008), die Seniorenwohnanlage An der Zichorienmühle (2010), der erste modular gebaute Neubau seit der Wende am Borntal (2018), 2022 das erste bepflanzte Haus der Stadt (WBGREENONE) und nun WBGBLACKONE in der Riemannstraße (Bauarbeiten beginnen akutell), ein modellhaftes Gebäude, das den neuen energetischen Gegebenheiten gerecht werden soll.
Früh erkannte die WBG, dass es lohnt, in Elektromobilität für die Firmenfahrzeuge und energiesparende Ansätze zu investieren. 125 Jahre alt zu sein, bedeutet eben nicht, verstaubt zu sein. Eine neue Generation von Genossenschaftlern steht in den Startlöchern. So verbraucht das Konzept dieser selbstverwalteten Genossenschaften vielleicht vielen nach der Wende erschien, inzwischen scheint es eines der zukunftsgerichtetsten Modelle zu sein.
Nichts hat das äußere Bild in Nordhausen oder Bleicherode in ihrer Gesamtheit so geprägt wie die genossenschaftlichen Bauten. Gäbe es die WBG nicht, Louis Eisner würde sie heute bestimmt noch einmal gründen.
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Frohe Ostern!
Wir wünschen Euch ein fröhliches Osterfest, sonnige Frühlingstage und viele schöne Momente mit Euren Liebsten.
Euer WBG-Team
#wohnen #wbgsuedharz #osterfest
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Baustart WBGBLACKONE
Am vergangenen Freitag hat Andreas Tetzel von der Nordhäuser Baufirma Waresa GmbH als Generalunternehmer mit seinem Bagger mit den Bauarbeiten an der Ecke Riemanstraße/Schröterstraße in Nordhausen begonnen. Im Auftrag der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) soll dort in den kommenden Monaten das neue Projekt unter dem Arbeitstitel “WBGBLACKONE” errichtet werden.
Nach dem erfolgreichen Projekt “WBGREENONE” in der Stolberger Straße in Nordhausen wird auch bei diesem neuen Vorhaben der Fokus auf den Themen Energieeffizienz und ökologische Nachhaltigkeit gelegt.
„Wir errichten in der Schröterstraße 5a ein weitgehend energieautarkes Gebäude, das einen Großteil seines Energiebedarfs (Strom, Wärme, Warmwasser) selbständig aus erneuerbaren Energien (Photovoltaik) erzeugen und speichern kann. Es soll dabei nur noch in den dunklen Monaten (ca. November bis Februar) auf zusätzliche externe Öko-Stromlieferung angewiesen sein.”, erklärt der WBG-Vorstand zum Baustart des Vorhabens, das rund 2,7 Millionen Euro kosten soll.
Dieses erneute Pilotprojekt der WBG Südharz soll - so die Planungen - im Sommer kommenden Jahres fertig sein. Dieser Fertigstellungstermin hat für die Wohnungsbaugenossenschaft auch einen symbolischen Charakter. Dazu der WBG-Vorstand: “Wir feiern in diesem Jahr unser großes Jubiläum. Exakt vor 125 Jahren, als in der Halleschen Straße 69 hier in Nordhausen das erste Haus einer Wohnungsbaugenossenschaft errichtete wurde, wird die Tradition des genossenschaftlichen Bauens in Nordhausen fortgeführt - als zukunftsfähige Weiterentwicklung.”
Die WBG Südharz erweitert Ihre Blühwiesen
Die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) nimmt in diesem Jahr weitere Projekte auf ihrem Weg zur “Grünen WBG” in Angriff. Auf dem Areal des ehemaligen Wohnquartiers Am Roßmannsbach 2 bis 28 in Nordhausen wird eine neue Blühwiese angelegt, die die vorhandene Bebauung wie ein “U” umschlingen wird. Sie sorgt nicht nur für bessere Luft und einen gesteigerten Ertrag des eigenen WBG-Honigs, sondern vor allem auch für eine umweltfreundliche Wohnumfeldgestaltung im Wohngebiet Nordhausen Ost.
Die Fläche der neu anzulegenden Blühwiese wird an diesem Standort rund 4.000 Quadratmeter umfassen. Die Gesamtfläche des Blühwiesenkonzeptes der WBG Südharz wird damit auf mehr als 25.000 Quadratmeter (2,5 Hektar) erhöht. Neben diesem Vorhaben sollen noch im laufenden Jahr fünf weitere Innenhöfe in Nordhausen, in Harztor/Ilfeld und in Bleicherode/Wipperdorf ebenso “grüner” werden.
Seit dem Jahr 2022 arbeitet die Genossenschaft bei der Umsetzung ihrer diesbezüglichen Vorhaben mit der Stiftung Naturschutz Thüringen zusammen, von welcher sie bereits für ihr Engagement zur Stärkung der urbanen Biodiversität ausgezeichnet wurde.
Im aktuellen Projekt „Naturschutz beginnt vor der Haustür – in kleinen Schritten zu einem bunten, lebenswerten Wohnumfeld“ fördert die Stiftung dieses Gesamtvorhaben zu 90 Prozent mit einem Gesamtbetrag in Höhe von rund 9.000 Euro.
Fachlich begleitet wird das komplexe Anlegen der Blühwiesen erneut durch den Landschaftspflegeverband Südharz e.V., dessen Mitglied die WBG Südharz seit zwei Jahren ist.
Eine weitere produktive Zusammenarbeit gibt es inzwischen auch mit den Imkern der Region. Der Initiator des Projektes und Teamleiter der Objektmanager der WBG, Daniel Schneitder, erhofft sich in diesem Jahr einen ähnlichen Ertrag durch die fleißigen Bienenvölker wie in 2025. Da produzierten die Insekten bereits rund 150 Kilogramm WBG-Honig, der in Gläser abgefüllt und als kleines Geschenk bei verschiedenen Anlässen der Genossenschaft an WBG-Mitglieder übergeben wird.
Zum Bild: WBG-Teamleiter Objektmanagement Daniel Schneider vor der künftigen Blühwiese in Nordhausen Ost.
Mach Deinen Balkon frühlingsbereit
Frühling liegt in der Luft, Zeit den Balkon aus dem Winterschlaf zu holen!
Einmal ordentlich aufräumen, alte Blätter wegfegen, frische Pflanzen einsetzen und schon ...