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Neubau "Familienwohnen am Borntal"

Borntal Baufeldübergabe

Nach sieben Jahren wird die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) wieder in einen Neubau investieren. Wie zuletzt 2010 wird dieses Vorhaben erneut mit der HABAU-Unternehmensgruppe aus Heringen umgesetzt. Als größter Vermieter in Nordthüringen reagiert die WBG Südharz mit dem Neubau einerseits auf die weitere Belebung des Standortes, andererseits natürlich auf den steten Wandel und Wunsch vieler WBG-Mitglieder nach größeren Wohnungen.

“Hat sich unsere Genossenschaft in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten zuerst auf das „Familienwohnen“ und später auf das „Junge Wohnen“ konzentriert, so tragen wir seit dem Jahr 2010 mit dem Ausbau unserer Angebote für das „Seniorenwohnen“ dem demografischen Wandel Rechnung”, sagt WBG-Vorstand Sven Dörmann.

Vorstandskollege Steffen Loup ergänzt: “Allein in Nordhausen Nord wurden in den zurückliegenden zehn Jahren rund 20 Millionen Euro in diesem Angebotssegment investiert. Die dabei erreichte Qualität in der Infrastruktur hat uns unter anderem ermutigt, den Standort im Norden der Rolandstadt auszubauen.”

Nun sollen wieder Wohnungen für Familien mit Kindern und Senioren entstehen. Konkret wird dieses Projekt unter dem Namen “Familienwohnen am Borntal” realisiert. Hier werden ab April 30 Wohneinheiten zwischen 92 und 101 Quadratmeter Wohnfläche entstehen, konkret sind das zwanzig 3-Raum-Wohnungen und zehn 4-Raum-Wohnungen.

Neubau Lageplan Borntal

Wie andere Bauherren auch, muss die Wohnungsbaugenossenschaft mit explodierenden Neubaupreisen zurechtkommen, die zum Teil durch die Politik, z.B. durch die Energieeinsparverordnung, vorgegeben wurden. Allerdings - so der genossenschaftliche Gedanke - soll den WBG-Mitgliedern auch neugebauter Wohnraum zu sozial-verträglichen Mieten angeboten werden.

Um diesen gordischen Knoten zu durchtrennen, fand die Wohnungsbaugenossenschaft mit der HABAU-Unternehmensgruppe einen bewährten Partner. Das Unternehmen in Heringen wird den Neubau als Referenzobjekt für seine “Modularbauweise mit Architekturbeton” errichten. Das Prinzip entspricht - vereinfacht dargestellt - dem der Herstellung von massiven Fertigteilhäusern. Im Werk in Heringen werden die einzelnen Elemente soweit es möglich ist vorgefertigt. Die Teile der Außenfassade bestehen aus verschiedenen Schalen, die für Tragfähigkeit, Dämmung und Struktur/Wetterschutz “verantwortlich” sind. Die Innenwände werden einschalig ausgeführt und bieten einen sehr guten Schallschutz.

“Wir haben uns als Unternehmen seit vielen Monaten im Rahmen von Forschungsarbeiten mit dem modularen Bauen beschäftigt. Im Werk in Heringen verfügen wir über alle notwendigen Voraussetzungen, um die benötigten Fertigteile herzustellen. Innerhalb der Forschungsarbeit mit der WBG Südharz ging es neben den baulichen Anforderungen auch um ökologische Nachhaltigkeit. Die Möglichkeit, die Module nach ihrer Nutzungsdauer nach Jahrzehnten vollständig zu recyceln, sollte gegeben sein. Darüber hinaus messen wir während der Bauarbeiten den Lärm der Arbeiten und des Baustellen-Verkehrs”, beschreibt HABAU-Geschäftsführer Dr. Jens Stark die Intentionen seines Unternehmens, an diesem anspruchsvollen Projekt in Nordhausen mitzuarbeiten.

„Sämtliche Wohnungen werden mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Fußbodentiefe Fenster, auch in Bad und Küche, gehören ebenfalls zum modernen Standard. Jede Wohnung hat einen Platz in der Tiefgarage, von der die Mieter per Aufzug in die Wohnungen gelangen. Das gesamte Haus wird komplett barrierefrei erschlossen“, erläutert Harald Eisentraut, Vorstand Technik der WBG Südharz. Darüber hinaus hat Architekt Matthias Wagner weitere Vorgaben der Wohnungsbaugenossenschaft umgesetzt. Das sind zum Beispiel ein Meter breite Türen zu allen Räumen, Wanne und Dusche in den Bädern sowie dreifach verglaste Fenster und ein sieben Quadratmeter großer Balkon.

Ein anderer, wesentlicher Vorteil dieser modularen Bauweise mit Architekturbeton wird die Bauzeit sein. Rechnen die Fachleute bei einem Vorhaben wie diesem mit einer bis zu 16-monatigen Bauzeit, so wollen die beiden Partner in Nordhausen Nord in der Hälfte der Zeit fertig werden. Derzeit wird das Gelände am Borntal vorbereitet, ab April wird gebaut und bereits vor Weihnachten sollen die neuen Mieter einziehen. Die Baukosten sollen bis zu 20 Prozent unter den sonst üblichen Preisen liegen. Trotzdem beläuft sich die Investition der WBG Südharz für dieses Vorhaben in Nordhausen Nord auf rund 5,5 Millionen Euro. Neben dem Neubau mit   Tiefgarage gehört auch ein Spielplatz zum Projekt. Eine landschaftspflegerische Begleitplanung, deren Kern die nachhaltige ökologische Entwicklung des Wohnumfeldes ist, rundet die Maßnahme ab. Die Grundmieten für die Wohnungen am Nordhäuser Borntal sollen zwischen 760 und 830 Euro im Monat liegen.

Sowohl die WBG Südharz als auch die HABAU-Unternehmensgruppe beschreiten mit diesem Gemeinschaftsprojekt Neuland in Thüringen und hoffen gemeinsam Maßstäbe zu setzen, wie über dieses Pilotprojekt hinaus stark nachgefragter Wohnraum zu vertretbaren Preisen neu gebaut werden kann.

Borntal Baufeldübergabe

Zum Foto: Von links: HABAU-Bauleiter Guido Berninger, HABAU-Geschäftsführer Dr. Stark, die drei WBG-Vorstände Harald Eisentraut (Technik), Steffen Loup (Finanzen), Sven Dörmann (Wohnungswesen), HABAU-Projektleiter Mario Böhnhardt und Architekt Matthias Wagner

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